Arbeiten 4.0 –Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter

01.12.2016

Immer mehr Mitarbeiter wünschen sich laut aktuellen Umfragen eine flexible Arbeitsgestaltung wie projektorientiertes Arbeiten, Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, Familienzeit oder Sabattical. Viele Unternehmen sehen sich aber bisher gezwungen, an klassischen Arbeitsverhältnissen festzuhalten, aufgrund von starren Gesetzesvorgaben. Hier ist der Gesetzgeber gefordert. Neue Vorschläge gibt es hier aktuell vom Bundesarbeitsministerium im Weißbuch „Arbeiten 4.0“.

In einer zweijährigen Probephase will man den Arbeitgebern und Gewerkschaften zunächst mehr Flexibilität gestatten, als es das Arbeitszeitgesetz bisher vorsieht. Folgende Punkte werden unter anderem vorgeschlagen:

Experimentierphase
In einer zweijährigen Probephase soll flexibleres Arbeiten erleichtert werden. Wenn sich Tarifpartner darauf einigen, sollen gesetzliche Vorgaben begrenzt gelockert werden können. Tarifpartner sollten vereinbaren können, für welche Gruppen und unter welchen Bedingungen Öffnungen bei der Arbeitszeit denkbar seien.

Erörterungsrecht
Ein Arbeitnehmer soll mit dem Arbeitgeber darüber verhandeln können, zum Beispiel morgens eine halbe Stunde später zu kommen, um das Kind zur Kita zu bringen. Der Chef soll das nur gut begründet ablehnen können.

Home-Office
Auch Anstöße zur Erleichterung von Home-Office sollen die Tarifpartner vereinbaren können. Wer zum Beispiel wegen der Kinder früher heimgeht und dann abends weiterarbeitet, bei dem könnte nach entsprechenden Vereinbarungen die Spätschichtzulage wegfallen.

Rückkehrrecht auf Vollzeit
Ein Rückkehrrecht aus der Teilzeit in eine frühere volle Arbeitszeit soll es vor allem Frauen erleichtern, nach einer Familienphase wieder komplett in den Job einzusteigen.

Qualifizierung
Die Bundesagentur für Arbeit soll bundesweit Weiterbildungsberatung anbieten. Das soll in jeder Arbeitsagentur aufgebaut werden.

Erwerbstätigenkonto
Nahles will ein Guthaben für jeden Arbeitnehmer – damit soll Zeit für Weiterbildung oder familienbedingte Auszeit finanziert werden. Vorausschauend soll Weiterbildung finanziert werden, die absehbare Anforderungen an die Arbeitnehmer betrifft.

Selbstständige
Gerade in der Internetwirtschaft sind viele Soloselbstständige tätig – Nahles will für sie eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rente.

Viele Vorschläge greifen lt verschiedenen Medien zu kurz, da die Regelungen an sehr enge Voraussetzungen gebunden sind. So sollte das Arbeitszeitgesetz insgesamt flexibler ausgestaltet werden. Die Zukunft der Arbeit müssen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam gestalten.

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